Meinungsfreiheit – Ein Menschenrecht

Bild: © Jarek Godlewski

Wenn Meinungsfreiheit fehlt – interaktive Geschichte

Meinungsfreiheit. Das Recht, unsere Meinung frei zu äußern. Für uns wirkt dieses Menschenrecht natürlich und selbstverständlich. Wir kommen täglich in den Genuss dieser Freiheit. Doch was genau bedeutet Meinungsfreiheit wirklich? Was passiert, wenn uns dieses fundamentale Menschenrecht entzogen wird? Gerade für uns, in unserer Gesellschaft, wäre das eine unvorstellbare Situation, die wir nur schwer greifen könnten. Vermutlich ist uns oft sogar gar nicht bewusst, wie gut es uns geht, während anderswo viele Menschen auf der Welt leiden.

Aus diesen Grund soll die folgende Geschichte, die man durch seine eigenen Entscheidungen selbst beeinflussen kann, einen Einblick in was wäre, wenn wir nicht diese Freiheit hätten, geben. Natürlich handelt es sich um eine fiktive Geschichte, doch ich möchte betonen, dass jedes Ereignis auf realen Begebenheiten beruht. In solchen oder ähnlichen Situationen haben sich echte Menschen wiedergefunden und selbst jetzt wird vielen die Meinungsfreiheit verwehrt. Stattdessen müssen sie unter Repressionen leben. Die Menschen, die in solchen Regionen der Welt leben, wissen worauf sie sich einlassen, wenn sie ihre Meinungsfreiheit wahrnehmen, doch in der folgenden Geschichte soll es darum gehen, dass plötzlich jemand aus einem Land mit Meinungsfreiheit in eines ohne diese versetzt wird.

Anmerkung aufgrund der aktuellen Lage: Die Geschichte spielt zu einer Zeit, in der es keine Corona-Pandemie gibt. Das bedeutet auch, dass Einschränkungen der Meinungsfreiheit unter dem Deckmantel der Corona-Bekämpfung, wie es sie in manchen Ländern gibt, nicht thematisiert werden.

Lesen Sie hier die interaktive Geschichte „Der Tag, an dem sich alles ändert“ (geschrieben von Sven Meyer)

Hier finden Sie eine Zusammenstellung der realen Fälle, auf denen die Geschichte beruht:

 


Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.

In diesen klaren, einfachen Worten spricht die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte in Artikel 19 allen Menschen das Recht auf freie Meinungsäußerung zu, egal in welchem Staat sie leben, egal, ob ihr Heimatland eine Demokratie ist, eine autoritäre Monarchie oder vom Militär regiert wird. Menschenrechte gelten universell und sind unteilbar.

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ist für uns, für Amnesty International, die wichtigste Legitimationsgrundlage, warum wir uns einmischen, wenn Menschenrechte gebrochen werden. Wir dürfen das: kein Staat der Welt hat das Recht, seinen Bürgerinnen und Bürgern Menschenrechte vorzuenthalten.

Aber wie kam es dazu, dass heute das Recht auf Meinungsfreiheit als gültige Rechtsnorm weithin akzeptiert ist?

Lesen Sie dazu: Eine ultrakurze, euro-zentristische Geschichte der Meinungsfreiheit

 

30. März 2021